Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Dachau

Radfahrender in der inneren Münchner Straße

Der ADFC Dachau begrüßt die jüngsten Entscheidungen des Stadtrats

Der ADFC Dachau begrüßt die jüngsten Entscheidungen des Stadtrats zur Stärkung des Radverkehrs in Dachau.

Die Beschlüsse zeigen deutlich, dass Oberbürgermeister, Verwaltung sowie Umwelt- und Verkehrsausschuss ein ernsthaftes Interesse an einer nachhaltigen, gerechten und vorausschauenden Verkehrspolitik haben.

Perfekte Lösungen sind angesichts räumlicher und baulicher Einschränkungen selten erreichbar. Umso begrüßenswerter ist es, dass in der äußeren Münchner Straße nun Fahrbahnraum zugunsten des Radverkehrs ohne entscheidende Einschränkungen für andere Verkehrsteilnehmende umgewidmet wird. Dies beweist, dass gute Kompromisse möglich sind, wenn der Status Quo hinterfragt, neu gedacht und am Ende mutig entschieden wird.

Der bisherige Zustand für alle, die sich auf den Sattel schwingen und so den innerstädtischen Verkehr entlasten, ist aktuell in der äußeren Münchner Straße noch eine Zumutung: Die Nutzung nicht-benutzungspflichtiger Radwege oder Fußwege, auf denen Radfahrende lediglich geduldet werden, lädt nicht zum Radfahren ein. Entsprechend gering war der Anreiz, Alltagswege vom Pkw auf das Fahrrad zu verlagern. Die nun geplante, gerechtere Aufteilung des Verkehrsraums schafft hier eine spürbare Verbesserung.

Durch die zusätzlich vorgesehenen Querungsmöglichkeiten zwischen den Straßenseiten entsteht aus Sicht des ADFC ein deutlich menschzentrierteres und weniger Pkw-orientiertes Gesamtbild entlang der gesamten Münchner Straße.

Weitere Verbesserungen zeigen Wertschätzung für Radfahrende

Positiv bewertet der ADFC Dachau zudem die Umbau- und Verbesserungsmaßnahmen an der Kreuzung Sudetenlandstraße / Alte Römerstraße.

Die dort vorgesehene Radverkehrsführung erhöht die Sicherheit, verbessert die Orientierung und sorgt dafür, dass Radfahrende an einer bislang konfliktträchtigen Stelle künftig deutlich souveräner und geschützter unterwegs sein können.

Auch die geplanten Markierungen durch Sharrows in der Bahnhofstraße, die klar signalisieren, dass dort sowohl mit Pkw- als auch mit Radverkehr zu rechnen ist, werden vom ADFC Dachau begrüßt. Nach den positiven Erfahrungen mit Sharrows in der Ludwig‑Thoma‑Straße wird hier ein erprobtes Konzept fortgeführt – gerade für Situationen, in denen baulich kaum Alternativen bestehen.

Dass neben der Verkehrsführung auch Radabstellanlagen erneuert werden, wie etwa am Ernst‑Reuter‑Platz, wo dies längst überfällig war, dürfte vielen Bürger:innen den Radalltag erleichtern und die Attraktivität des Radfahrens weiter steigern.

Insgesamt ergibt sich ein positives Bild.

„Wir hoffen sehr, dass dies der Auftakt für weitere Schritte ist – kleine wie große, einfache wie mutige. Der Radverkehr ist die Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Er entlastet Städte und sorgt dafür, dass alle, die zwingend auf den Pkw angewiesen sind, besser vorankommen. Selbstverständlich bleiben baulich getrennte Lösungen immer das anzustrebende Ziel. Aber wir freuen uns, wenn an Stellen, an denen dies nicht möglich ist, dennoch Bewegung zugunsten des Radverkehrs entsteht“, so Simon Schories, Vorsitzender des ADFC Dachau.


https://dachau.adfc.de/pressemitteilung/der-adfc-dachau-begruesst-die-juengsten-entscheidungen-des-stadtrats

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